Mpox
Was ist Mpox?
Mpox ist eine seltene Krankheit, die durch das Affenpockenvirus (MPXV) verursacht wird. Es gibt zwei Arten von MPXV: Klade I und Klade II, die wiederum in die Teilkladen Ia und Ib sowie die Teilkladen IIa und IIb unterteilt sind.
Welche Symptome zeigen sich bei Mpox?
Das häufigste Symptom von Mpox sind Hautläsionen, die ähnlich wie bei Windpocken und anderen Pockenvirus-Infektionen aussehen können. Hautläsionen beginnen oft als Flecken, die sich zu flüssigkeitsgefüllten Blasen entwickeln. Diese verkrusten dann und bilden einen Schorf. Die Haut heilt in der Regel vollständig.
Darüber hinaus haben an Mpox erkrankte Personen häufig mehr als eines der folgenden Symptome:
- Ausschlag (um das Gesicht, die Hände, die Füße, die Genitalien oder den Anus),
- Fieber,
- Kopfschmerzen,
- Schüttelfrost,
- Erschöpfung,
- Lymphknotenschwellung (der „Drüsen“ in der Achselhöhle, im Schritt oder im Hals),
- Rückenschmerzen und Muskelschmerzen,
- wunde Stellen im Mund oder an den Genitalien.
Auf einen Blick: Mpox in Europa
- Mpox ist eine Infektion, die Blasen auf der Haut verursacht.
- Mpox wird durch das MPXV (Affenpockenvirus) verursacht
- Man kann sich durch engen Kontakt mit einer Person, die das Virus in sich trägt, mit Mpox infizieren Auch Tiere können sich mit Mpox infizieren und das Virus auf Menschen übertragen
- Zwischen 2022 und 2026 gab es mehr als 26 000 Fälle von Mpox in der EU/im EWR.
- Mpox-Infektionen und damit verbundene Komplikationen können durch Impfung verhindert werden.
Hier erfahren Sie mehr über die Mpox-Impfstoffe in Ihrem Land.
Kann es Komplikationen im Zusammenhang mit Mpox geben?
Die meisten Menschen, die an Mpox erkranken, erholen sich ohne jegliche Komplikationen.
Betroffene sollten eine medizinische Fachkraft aufsuchen, um den Schweregrad der Infektion feststellen zu lassen. Diese wird möglicherweise auch nach Risikofaktoren suchen, die erklären könnten, warum Sie sich mit Mpox angesteckt haben. Dazu gehören zugrunde liegende Erkrankungen (einschließlich einer unbehandelten HIV-Infektion) sowie Medikamente, die das Immunsystem beeinträchtigen. Menschen mit schweren Symptomen müssen unter Umständen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Wie verbreitet sich Mpox?
Mpox verbreitet sich hauptsächlich durch engen körperlichen Kontakt zwischen Menschen.
Der Kontakt mit Kleidung, Bettwäsche, Handtüchern, Gegenständen und anderen Oberflächen, die von einer an Mpox erkrankten Person berührt wurden, kann ebenfalls zur Übertragung des Virus führen.
In Europa ist MPXV nicht weit verbreitet und hat sich vor allem unter schwulen, bisexuellen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, durch Geschlechtsverkehr und anderen engen Haut-zu-Haut-Kontakt verbreitet.
In Afrika zirkuliert das MPXV auch unter Tieren, z. B. Nagetieren, und kann durch direkten Kontakt von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen werden.
Bei wem besteht ein Mpox-Risiko?
Im Jahr 2022 wurde erstmals in bestimmten Ländern der EU und weltweit eine große Zahl von Mpox-Fällen gemeldet, die durch MPXV der Klade II verursacht wurden. Die meisten dieser Fälle traten bei schwulen, bisexuellen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, auf. Seit 2022 werden in der EU/im EWR jeden Monat deutlich weniger Fälle gemeldet.
Im November 2023 wurde in der Demokratischen Republik Kongo eine neue Variante, die MPXV-Teilklade Ib, entdeckt, die sich auf mehrere andere afrikanische Länder ausbreitete. Seit Oktober 2025 wurden Fälle dieser neuen Variante auch in mehreren EU-/EWR-Ländern bei schwulen, bisexuellen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, gemeldet.
Obwohl die meisten Fälle im Jahr 2022 in dieser Bevölkerungsgruppe auftraten, ist zu beachten, dass Mpox möglicherweise jede oder jeden betreffen kann, der oder die engen körperlichen Kontakt mit einer infizierten Person hat.
Personen mit geschwächten Immunsystemen aufgrund von zugrunde liegenden Erkrankungen, Personen die bestimmte Medikamente einnehmen oder Personen die sich medizinischen Behandlungen (z. B. Chemotherapie) unterziehen sind möglicherweise anfälliger für Mpox und die damit verbundenen Komplikationen.
Wie kann Mpox vorgebeugt werden?
Imvanex ist ein Impfstoff, der zum Schutz gegen Mpox zugelassen ist.
Mpox kann zudem vorgebeugt werden, indem ein enger körperlicher Kontakt mit infizierten Personen vermieden wird und eine gute Hygiene, wie z. B. häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser, gewährleistet ist.
Wenn Sie glauben, dass Sie Mpox ausgesetzt waren, vermeiden Sie engen körperlichen Kontakt mit anderen und suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt/eine Ärztin oder eine andere medizinische Fachkraft auf.
Wie wird Mpox behandelt?
Derzeit gibt es keine in der EU zugelassenen Behandlungen für Mpox. Es stehen Behandlungen zur Verfügung, die helfen, den Hautausschlag, die Muskelschmerzen und andere Symptome von Mpox zu lindern. Manchmal erhalten Betroffene Medikamente zur Verhinderung von Hautinfektionen.
Anmerkung: Die in diesem Faktenblatt enthaltenen Informationen sind zur allgemeinen gesundheitlichen Aufklärung bestimmt und sollten die individuelle Beurteilung durch einen Angehörigen der Gesundheitsberufe nicht ersetzen.
Weitere Informationen
In dieser Infografik wird erläutert, wie Sie sich vor Mpox schützen.
Mpox-Infektionen und damit verbundene Komplikationen können durch Impfung verhindert werden.
Mpox ist eine Virusinfektion, die Hautbläschen, Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen verursacht. Sie können sich durch engen, direkten Kontakt (einschließlich sexuellen Kontakt) mit einer infizierten Person anstecken, dies kann jedoch durch eine Impfung verhindert werden.